Filmen für den Marte Meo Practitioner

  • In der Practitioner-Ausbildung arbeiten wir mit kurzen Filmsequenzen aus deinem Alltag.
  • Durch die Filme werden kleine Momente sichtbar, die im Alltag oft übersehen werden.
  • Sie helfen dir, Kommunikation bewusster wahrzunehmen, Entwicklung zu erkennen und unterstützendes Verhalten gezielt einzusetzen.
  • So stärkst du deinen Blick für gelingende Interaktionen im Alltag.

Dein erster Filmauftrag

Für den ersten Anwendertag filmst du dich während fünf Minuten in einer freien Situation. Achte darauf, dass sowohl du als auch dein Gegenüber gut sichtbar seid.

Sende mir den Film spätestens vier Tage vor Kursbeginn über www.swisstransfer.com zu.

Alle Informationen zur freien Situation, zum Filmen, zur Übertragung und zum Datenschutz findest du weiter unten auf dieser Seite.

Was kannst du filmen?

Für die Ausbildung filmst du dich in kurzen Begegnungen und Alltagssituationen mit Menschen aus deinem Berufsalltag.

Es folgen einige Beispiele, die du auf deinen Arbeitsalltag übertragen kannst.

Bei Marte Meo wird zwischen freien und strukturierten Situationen unterschieden. Details dazu findest du in deinen Marte Meo Einführungsunterlagen.

Freie Situationen

Camera Camera

Kinder und Jugendliche

Das Kind darf sich mit offenem Material beschäftigen, zum Beispiel mit Knete, Autos oder Lego, und seinen eigenen Ideen folgen. Es gibt keine festen Regeln oder vorgegebenen Lösungen.

Deine Aufgabe während des filmens:
Du wartest aufmerksam, nimmst die Initiativen des Kindes wahr, folgst ihnen und benennst, was geschieht.

Zum Beispiel beim:

  • spielen
  • zeichnen
  • plaudern
  • Buch anschauen
Camera Camera

Pflege und Betreuung

Die begleitete Person darf den Moment so gestalten, wie er für sie stimmig ist.

Es gibt keine Aufgabe und kein vorgegebenes Ziel.

Deine Aufgabe während des filmens:
Du wartest aufmerksam, beobachtest und gehst auf die Interessen und Initiativen deines Gegenübers ein.

Zum Beispiel beim:

  • gemeinsamen Anschauen eines Fotoalbums
  • zuhören, wenn jemand erzählt
  • gemeinsam am Tisch sitzen
  • Begegnen im Flur oder im Garten
Camera Camera

Gespräche ohne Zielvorgabe

Mitarbeitende, Lernende, Studierende etc.

Die Gesprächspartner:innen müssen nichts leisten oder erreichen. Es geht nicht darum, anzuleiten, zu beraten oder ein Problem zu lösen.

Deine Aufgabe während des filmens:
Du hörst aufmerksam zu und gehst auf dein Gegenüber und seine Interessen ein.

Zum Beispiel beim:

  • lockeren Gespräch im Alltag z.B. in der Pause
  • Kennenlerngespräch
  • Gespräch vor oder nach einer Sitzung

Nach jedem Ausbildungstag wird der neue Filmauftrag und der nächste Entwicklungsschritt besprochen.

Strukturierte Situationen

Camera Camera

Kinder und Jugendliche

Das Kind hat eine Aufgabe zu bewältigen oder ein Ziel zu erreichen.
Die Situation gibt einen Ablauf oder eine Struktur vor.

Deine Aufgabe während des filmens:
Du begleitest das Kind Schritt für Schritt, gibst dort Unterstützung, wo sie nötig ist.

Zum Beispiel beim:

  • anziehen
  • Zähne putzen
  • Znüni vorbereiten
  • backen, kochen
  • Regelspiele spielen
  • Hausaufgaben erledigen
  • etwas erklären

Im Kindergarten oder in der Schule können auch Lern-, Unterstützungs- oder Anleitungssituationen gefilmt werden.

Camera Camera

Pflege und Betreuung

Die begleitete Person hat eine Aufgabe zu bewältigen oder ein Ziel zu erreichen. Die Situation gibt einen Ablauf oder eine Struktur vor.

Deine Aufgabe während des filmens:
Du begleitest die anvertraute Person Schritt für Schritt, gibst dort Unterstützung, wo sie nötig ist.

Zum Beispiel beim:

  • Anziehen unterstützen
  • mobilisieren
  • rasieren
  • Zähne putzen begleiten
  • Essen eingeben
Camera Camera

Zielorientierte Gespräche

Das Gespräch verfolgt ein klares Anliegen oder Ziel. Es geht darum, Informationen zu vermitteln, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, etwas zu besprechen oder Entscheidungen vorzubereiten.

Deine Aufgabe während des filmens:

Du informierst klar, gibst deinem Gegenüber Zeit zum Verarbeiten und gehst auf seine Reaktionen und Initiativen ein.

Zum Beispiel beim:

  • Beratungsgespräch
  • Mitarbeiter:innengespräch
  • Standortgespräch
  • Unterricht oder Schulung
  • Feedbackgespräch
  • Anleitung einer Person

Wichtig beim Filmen

Bitte beachte folgende Punkte:

  • Die Filmsequenz sollte max. ca. 3–5 Minuten dauern.
  • Filme möglichst nah, damit die Interaktion gut sichtbar ist.
  • Die Gesichter der beteiligten Personen sollen gut sichtbar sein.
  • Die Intimsphäre wird geschützt.
    Keine sensiblen Situationen filmen.
  • Keine Problemsituationen filmen.
  • Filme möglichst in einer ruhigen Umgebung.
  • Achte auf genügend Licht.

Filme senden

Bitte sende deinen Film spätestens 4 Tage vor dem nächsten Ausbildungstag an:

info(at)claudiaberther.ch

Zum Beispiel über:

  • SwissTransfer
  • WeTransfer
  • oder über einen Upload-Link von mir

Die Verantwortung für die Wahl der Übermittlung liegt bei dir.

Datenschutz

Hinweise für freiberuflich Tätige

Bitte kläre vor dem Filmen sorgfältig ab, ob alle Beteiligten mit der Aufnahme einverstanden sind und die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Checkliste vor dem Filmen:

  • Schriftliche Filmeinwilligung der beteiligten Personen einholen.
  • Bei Kindern oder Personen, die ihre Zustimmung nicht selbstständig geben können, das Einverständnis der sorge- oder vertretungsberechtigten Person einholen.
  • Transparent informieren, wozu gefilmt wird, wer die Sequenzen sieht und wie lange sie verwendet werden.
  • Nur mit geschützten Geräten filmen und Aufnahmen sicher speichern.
  • Filmsequenzen ausschliesslich über sichere Übertragungswege versenden (z. B. SwissTransfer oder passwortgeschützte Plattformen).
  • Die Würde und Privatsphäre der beteiligten Personen jederzeit wahren.
  • Prüfen, ob im jeweiligen Arbeitsbereich zusätzliche Datenschutzvorgaben gelten.

Hinweis für Mitarbeitende von Institutionen

Bitte halte dich neben den allgemeinen Datenschutzrichtlinien immer an die internen Vorgaben deiner Institution.

Checkliste vor dem Filmen:

  • Prüfen, ob eine gültige Filmeinwilligung vorliegt.
  • Bei Unsicherheiten Rücksprache mit der zuständigen Leitung oder Fachperson halten.
  • Interne Datenschutz- und Schweigepflichtregelungen beachten.
  • Nur mit von der Institution freigegebenen Geräten filmen und Aufnahmen ausschliesslich auf den vorgesehenen Systemen speichern.
  • Filmsequenzen nur über freigegebene Plattformen oder sichere Transferdienste austauschen.
  • Darauf achten, dass keine sensiblen Daten sichtbar sind (z. B. Akten, Namen, Bildschirme oder Medikamentenlisten).
  • Die Würde und Privatsphäre der begleiteten Personen jederzeit wahren.

Wichtiger Hinweis:
Die Verantwortung für Datenschutz, Schweigepflicht sowie das Einholen und Prüfen der Filmeinwilligungen liegt bei den Teilnehmenden beziehungsweise bei der jeweiligen Institution. Bitte halte dich an die in deinem Arbeitsfeld geltenden rechtlichen und institutionellen Vorgaben.

Was geschieht mit den Filmen?

Alle Filmaufnahmen werden vertraulich behandelt und ausschliesslich für die Ausbildung verwendet.

Die Filme werden während der Ausbildungszeit sicher gespeichert und nach Abschluss der Ausbildung gelöscht.

Qualitätssicherung

Zur meiner fachlichen Qualitätssicherung finden regelmässige Supervisionen mit Maria Aarts statt.
Dabei werden keine personenbezogenen Daten weitergegeben.